Archiv Aktuelles

- Der Neptunbrunnen auf dem Hauptmarkt
Neptunbrunnen
1981 scheiterte die von den Altstadtfreunden propagierte Verlegung des Neptunbrunnens auf den Jakobsplatz an einer Zufallskoalition im Nürnberger Stadtrat. Die neu aufgeflammte Diskussion um eine Rückkehr des Brunnens auf den Hauptmarkt bietet nun die Chance, dieses herausragende Denkmal Nürnberger Kunstfertigkeit in die Altstadt zurückzubringen.
Ein Antrag mit diesem Ziel wurde in der Mitgliederversammlung am 22. Juni 2010 mit großer Mehrheit angenommen. Über die ästhetischen Fragen hinaus bleibt unbestritten, dass der Neptunbrunnen an seinem jetzigen Standort seiner Bedeutung als einzigartiges Zeugnis der Höhen und Tiefen Nürnberger Geschichte nicht gerecht wird.
Des weiteren möchten wir an dieser Stelle auf den Artikel "Neptuns Irrfahrten" in den Altstadtbericht Nr. 13 von Erich Mulzer hinweisen, indem er ausführlich die facettenreiche Geschichte des Brunnens aufarbeitete. Näheres zu unseren Altstadtberichten finden Sie HIER.

- Die Übergabe der Vorstandschaft
Neuer Vorstand
Am 22. Juni wurde ein neuer Vorstand gewählt. Frau Dr. Lauterbach, die sich leider nicht mehr als Kandidatin zu Verfügung stellte, wurde dabei von Herrn Karl-Heinz Enderle als 1. Vorsitzender abgelöst. Wir danken der scheidenden Vorsitzenden, die die Geschicke des Vereins mit sanfter Standhaftigkeit, frischem Wind, stets vollem Einsatz und dem richtigen Gespür für die Belange der Altstadtfreunde gelenkt und geleitet hat.

- Die fertigen Häuser
- Interessierte Zuhörer
- Erlebte Geschichte
- Neugierige Blicke
Einweihung Kühnertsgasse
Vom 7. bis 9. Mai wurden die Häuser Kühnertsgasse 18-22 eingeweiht.
Mehr als 2000 Besucher besichtigten die renovierten Handwerkerhäuser aus dem Mittelalter.
Die Handwerkerhäuser entstanden um 1377 bis 1434, und können als Industriegebiet des Mittelalters bezeichnet werde. Über Jahrhunderte waren hier Rot-, Schwarz- und Zirkelschmiede tätig.
Die Altstadtfreunde erwarben das stark heruntergekommene Ensemble im Jahr 2002 und sanierten die Häuser aufwendig. Als zukünftige Nutzung ist ein Museum "Wohnen und Arbeiten im Mittelalter" vorgesehen, das voraussichtlich im Herbst von der Naturhistorischen Gesellschaft eröffnet wird.
Besonderheiten sind unter anderem in dem Haus Nr. 20 eine Blockstube mit Bohlenbalkendecke aus dem Jahre 1377, die als älteste ihrer Art in der Altstadt nachzuweisen ist. Als Wärmedämmung wurde bereits damals an Wand und Decke eine ca. 5cm dicke Strohlehmschicht aufgebracht.
Des weiteren wurde in Haus Nr. 18 eine Stube aus der Biedermeierzeit, und in Haus Nr. 22 eine Barockstube vorgefunden und restauriert. So zieht sich das Thema "Wohnstuben" aus drei verschiedenen Bauphasen durch das zukünftige Museum.
Programm 2011
Das neue Programm der Altstadtfreunde ist da und wir starten wieder durch!
Mit einem abwechslungsreichen Programm für 2011 versuchen wir eine große Bandbreite dessen, was die Nürnberger Altstadt (und nicht nur die) an Einzigartigem und Unentdecktem zu bieten hat, unserem Publikum näher zu bringen. Dazu begeben wir uns u.a. nächtlicherweise auf die Stadtmauer (zu den Stadt(ver)führungen), auf den Rochusfriedhof (zu unserem ersten Spaziergang der kurzen Wege), machen einen Ausflug durch Nürnberg-Buch und spazieren in den Pellerhof, um den ersten Bauabschnitt zu begutachten.
Die Kinderzeitmaschine für den Nachwuchs ab acht Jahre startet heuer ganze sechsmal und erklärt (Stadt)Geschichte mit allen Sinnen u.a. im Stadtpark, St. Sebald und ebenfalls auf dem Rochusfriedhof - wo könnte man besser Seuchen und Krankheiten aus grauer Vorzeit unter die Lupe nehmen?
Auch Vorträge im Fabersaal des Bildungszentrums gibt es wieder sehr informative: gleich am 25. Januar referiert Josef Karrer über den „Jakobswegknoten Nürnberg“, Die Beziehung Nürnbergs zu Neumarkt wird im Februar beleuchtet werden und im Juni wird über einen neuartigen, energiesparenden Baustoffe geredet.
In unserer Scheune wird 2011 ebenfalls eher geklotzt denn gekleckert. Zum ersten Mal Theater (mit Molières Geizigem), dazu einen magischen Abend („Magie des Morbiden“) und Johnny Hechtel mit seinem Nürnberger Liederbuch. Außerdem drei außergewöhnliche Ausstellungen, bei denen Aja von Loeper mit Fotographien und Weißen Blättern im Mai den Anfang macht. Als ganz spezielles Schmankerl haben wir uns den Autor Dirk Kruse eingeladen, der aus seinen Romanen „Requiem“ und natürlich aus „Tod im Augustinerhof“ lesen wird. Wir sind sehr gespannt und hoffen, dass uns viele Besucher, Spaziergänger und Zuschauer die Ehre erweisen.
Das Programm in gedruckter Form gibt es bei uns im Büro, im Bürgerinformationszentrum, den Touristen-Informationen und an vielen anderen Stellen der Altstadt.

Postkarten-Kampagne
Am 25. Juli starteten wir in der Fußgängerzone Karolinenstraße unsere Postkarten-Kampagne über den geplanten Neubau der Stadtbibliothek. Von 11.00 bis 17.00 Uhr sammelten wir Unterschriften gegen diese "Schuhschachtel-Architektur". Bis jetzt kamen über 1000 Unterschriften zusammen.
Falls Sie sich beteiligen wollen erhalten Sie die Postkarten bei uns im
Büro.
Schicken Sie diese ausgefüllt entweder direkt an unseren Ober-
bürgermeister oder geben Sie diese wieder in unserem Büro ab,
wir werden sie dann gesammelt Herrn Dr. Maly überreichen.
Der Entwurf der Stadtbibliothek

- Die Dimensionen des Neubaus von der Burgfreiung aus gesehen
Unsere Kritikpunkte:
Der gezeigte Entwurf ignoriert die benachbarten Bauten Katharinenruine,
Klosterhof, ehem. Konservatorium und setzt sich in Form und Größe
darüber hinweg.
Baumasse und Fassadengestaltung widersprechen sämtlichen Grundsätzen
des sensiblen Wiederaufbaus und ignorieren das Ensemble Altstadt.
Durch Form und Höhe verdeckt das geplante Gebäude zu einem großen Teil
den Blick von der Burgfreiung zum Gewerbemuseum.
Die Stadt Nürnberg als Bauherr steht hier besonders in der Pflicht und muss
ein positives Vorbild geben.

- Der Eingang des existierenden Luitpoldhauses mit Simulation des neuen Baukörpers
Unsere Forderungen:
Überarbeitung des Entwurfs, insbesondere des dominanten Querriegels
Rücksichtnahme auf das viel gelobte Stadtdenkmal Nürnberg
Sensibler Umgang mit dem historischen Umfeld
Öffentliche Stellungnahme von Politikern und Parteien zu dem
Entwurf und dem zukünftigen Umgang mit dem Ensemble der
Altstadt Nürnberg.

- Die Rückseite des existierenden Luitpoldhauses mit Simulation des neuen Baukörpers

- Der Lageplan

- Der Blick von der Burgfreiung
Neues von der Stadtbibliothek
Wie die Nürnberger Zeitung am 14.10.2009 berichtet, gibt es eine eindeutig ablehnende Stellungnahme des Landesamtes für Denkmalschutz zum aktuellen Entwurf.
Bis jetzt wurde von Seiten der Verwaltung immer darauf verwiesen, dass die Stellungnahme des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege zum Entwurf der Umbaus uneinheitlich ausgefallen sei. Dies wurde mit einem personellen Wechsel der Zuständigkeit erklärt.
Der Link zum Artikel:
http://www.nz-online.de/artikel.asp?art=1103869&kat=11
Die komplette Stellungnahme des Landesamtes und Platz für Kommentare:
http://www.nz-online.de/senf

- Die Umrisse des geplanten Baus

- Der Blick von der Burgfreiung
Protestaktion
Unsere Protestaktion am 25. Juli in der Fußgängerzone Karolinenstraße fand großen Zulauf. Alt und Jung informierte sich über den geplanten Umbau der Stadtbibliothek.
Dank der von uns erstellten Visualisierungen konnte sich jeder leicht ein Bild von den Dimensionen des dominanten Querriegels machen.
Viele teilten unsere Meinung von dem unsensiblen Umgang mit dem Stadtdenkmal Nürnberg und unterstützten unsere Aktion mit einer ausgefüllten Postkarte. Bis jetzt kamen schon weit über 1000 Unterschriften zusammen.
Und unsere Kampagne ist noch nicht beendet!
Weitere Informationen zu dem geplanten Entwurf finden sie unter "Aktuelles".
Wie geht es weiter mit der Stadtbibliothek?
In Gesprächen mit dem Oberbürgermeister und dem Architekten haben wir verdeutlicht, wie sehr die derzeitige Planung, insbesondere die Rasterfassade des massiven Querriegels dem Ensemble-
schutz in dieser sensiblen Ecke der Altstadt widerspricht. Die Forderung nach einer kompletten Neuplanung würde allerdings die Zusammenführung der Stadtbibliothek für längere Zeit verzögern oder gar unmöglich machen. Das können wir den Mitarbeitern der Bibliothek nicht zumuten.
Eine Überarbeitung der Fassade, welche auch von den großen Stadtratsfraktionen angemahnt wurde, und die Suche nach Alternativen wurde uns zugesagt. Die Ergebnisse sollen im September unter Einbeziehung der Altstadtfreunde einem Gremium vorgestellt werden, wobei noch nicht klar ist, ob es dazu auch ein öffentliches Hearing geben soll.


